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Im Garten der Epidemiologen

Fährt man im Südwesten Rumäniens auf der Verbindungsstrecke von Caransebes nach Hateg, so tauchen rechter Hand schon bald die massigen Gipfel des Retezat-Gebirges auf. Es bildet den westlichsten Teil der rumänischen Südkarpaten. Seine zahlreichen über 2000 Meter messenden Gipfel reihen sich aneinander wie die schneebedeckten Zinnen einer gewaltigen Festung. Der höchste unter ihnen ist die Peleaga-Spitze mit 2509 Metern. Der namensgebende Retezat-Gipfel ist nur geringfügig kleiner und hat laut einer alten Volkssage seine Spitze durch den Zorn einer eifersüchtigen Riesentochter verloren.

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Mishu und seine Hunde

Aus den Lautsprechern dröhnt Metal- und Rockmusik vergangener Tage, aus den guten alten Zeiten könnte man sagen. Zu dritt nebeneinander haben wir es uns in dem Kleinbus von Mishu bequem gemacht und rumpeln über rumänische Straßen. Mishu nimmt sich einen ganzen Tag Zeit und zeigt uns die Gegend rund um Baile Herculane, einem Ort dicht an der Grenze zu Serbien. Die Mehrzahl der Häuser, die an den Fenstern vorüber ziehen, hat ihre Blütezeit lange hinter sich. Die Fassaden bröckeln, Fenster sind zersplittert und der Bahnhof, wo einst Kaiserin Sissi ankam um die Sommermonate hier zu verbringen, ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Man mag sich kaum vorstellen, wie dieser Ort aussehen könnte, wäre dem Verfall rechtzeitig Einhalt geboten worden. Aus Mishus Stimme klingt deutlich Frust und Resignation, wenn er von Korruption und Vetternwirtschaft berichtet, und das Bild, das er von der Zukunft zeichnet, macht wenig Hoffnung.

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Probevortrag in Bad Wimpfen

Am 20. März war es endlich soweit: Wir hielten unseren ersten Vortrag mit dem Titel "12000 km mit dem Landrover durch Russlands Norden - Karelien, Kola, Murmansk" vor einem kleinen Kreis von 15 Zuhörern in einem Vereinshaus in Bad Wimpfen. Bei russischen Eiern und sonstigen Köstlichkeiten erhielten wir danach Tipps, Lob und Kritik von unserem Publikum. Auch wenn unser Vortrag mit zwei Stunden Dauer deutlich länger geraten war, als wir das ursprünglich geplant hatten, waren wir mit unserem ersten Versuch sehr zufrieden. Auch wenn wir noch einiges verändern und verbessern wollen, so freuen wir uns doch schon sehr auf unseren Vortrag am 9. April in Lindau beim Landy-Park-Treffen.

Die besten Offroad-Reiseblogs 2015!

Ende letzten Jahres hat das Online Magazin "Matsch und Piste" dazu aufgerufen, sich für die Wahl des besten Reiseblogs zu bewerben. Wir freuen uns sehr aus über 60 Einsendungen auf Platz sieben gewählt worden zu sein! Danke an die Jury bestehend aus Andrea Hartenfeller (Allrad LKW Gemeinschaft), Andreas Pflug (Offroad-Forum) und Alexander Wohlfarth (Buschtaxi) und natürlich an "Matsch und Piste" für die Aktion. Unter den vielen Einsendungen sind zahlreiche tolle Erlebnisse, Geschichten und Fotos zu finden. Reinschauen lohnt sich auf alle Fälle.

Kalender 2016

Unsere beiden Kalender mit Landschaftsaufnahmen aus Finnland (ISBN: 978-3-664-67841-9) und Fotos aus dem Norden Russlands (ISBN: 978-3-664-73499-3) sind fertig! Falls also noch jemand ein Weihnachtsgeschenk sucht oder sich selbst einen Kalender für das kommende Jahr an die Wand hängen möchte, ab sofort kann zugegriffen werden.

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Unsere Fotoausrüstung

Da wir immer wieder gefragt werden mit was wir fotografieren und filmen und weil es uns bei anderen auch interessiert, wollen wir hier einen kurzen Einblick in unsere momentane Ausrüstung geben.

Grundlegend ist es natürlich wie so oft eine Frage des Geschmacks und der Vorliebe, ob man mit einer leichten Kompaktkamera oder einer schweren Spiegelreflex fotografiert, ob man lieber Zoomobjektive oder Festbrennweiten verwendet. Bei der Wahl der Kamera ist es ähnlich wie bei der Wahl des Fahrzeugs, ans Ziel kann einen ein Defender oder Landcruiser oder Allrad-LKW bringen. Und häufig haben wir erlebt, dass am Ende einer schlechten und holprigen Piste ein alter Dacia steht, der seine Insassen genauso ans Ziel gebracht hat. Die teuerste Kamera macht nicht automatisch die besseren Fotos, aber gewisse Dinge können durchaus das Fotografenleben erleichtern.

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Über uns

Ich kann mich noch genau an die Abende aus meiner Kindheit erinnern, wenn meine Eltern und ich auf der Couch im Wohnzimmer saßen und endlich das Licht des Diaprojektors auf die weiße Leinwand fiel und die ersten Fotos aus fernen Ländern erschienen. Regelmäßig verreisten meine Eltern gemeinsam oder mein Vater alleine mit Freunden und stets war ich fasziniert von den Bildern, Geschichten und Super8-Filmen, die es anschließend zu bestaunen gab. Gut in Erinnerung sind mir auch die Nächte geblieben, in denen meine Eltern viele Stunden mit dem Rahmen der Dias oder dem Schneiden und Vertonen der Super8-Filme verbrachten. Und so kann ich heute mit gutem Recht behaupten, dass ich keine Schuld an meinem Fernweh und dem Interesse an fremden Ländern und Kulturen habe, dies alles wurde mir praktisch in die Wiege gelegt.

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Spuren wilderer Zeiten

Schon von Weitem hört man das Hämmern und Sägen. Inmitten gedrungener Hütten aus verwittertem Holz entsteht eine neue. In traditioneller Bauweise ragen ihre hölzernen Mauern bereits mannshoch in den blauen Himmel. Die drei Handwerker, die sie errichten, tragen Kleidung wie aus alter Zeit, an ihren Gürteln hängen kleine Werkzeuge und ein Trinkhorn. Unweit steht ein kleiner Karren voller Helme und Schwerter und Schilde. Und auf dem Fenstersims des offenen Nebengebäudes steht frisch im Steinofen gebackenes Brot. Alles wirkt lebendig und echt, nicht wie in einem Museum konserviert und hindrapiert. Die Zeit der Wikinger, hier im Süden Schwedens wird sie von ein paar Enthusiasten am Leben gehalten.

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Von Rentieren und Weihnachtswichteln

Nicht einmal der Arbeitsplatz des Weihnachtsmannes ist in diesen Zeiten sicher. Jahrelang saß er Tag für Tag in seinem Haus am Polarkreis, begrüßte die Besuchermassen und erfreute nicht nur die Kinder unter ihnen. Doch nun kommen aus Russland und Südeuropa dank der Krisen in diversen Teilen der Welt immer weniger Besucher, und so mußte die Firma, bei der der Bärtige mit Kapuze angestellt ist, Insolvenz anmelden.

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Dantes Inferno

"Ein Untier, wild und seltsam, Zerberus,
Bellt, wie ein böser Hund, aus dreien Kehlen
Jedweden an, der dort hinunter muß."

Den Höllenhund mag sich Dante Alighieri mit Sicherheit anders vorgestellt haben, als er im 14. Jahrhundert in der "Göttlichen Komödie" den Bewacher der Unterwelt beschrieben hat, aber unweigerlich muß ich an Zerberus denken, als der kleine Welpe kläffend auf mich, den Eindringling, zukommt.

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Kapstadt des Nordens

Entschlossen und ein wenig verträumt schaut Aljoscha nach Westen. Sein Blick geht zum "Tal der Ehre" hin, wo vor über 70 Jahren die Rote Armee, der er auch angehört, in verlustreichen Kämpfen die Wehrmacht zurückgeschlagen hat. Seine Waffe steht fest neben ihm, zu seiner Rechten eine in Trauer über die Gefallenen gesenkte Flagge. Zu seinen Füßen liegen die Knochen eines unbekannten Soldaten unter einer Marmorplatte und ewiges Feuer flackert lebendig im Wind. Stahlhelme liegen daneben, manche von Geschossen zerfetzt. Aljoscha ist über 35 Meter hoch und ragt steinern über einem unbebauten, von Bäumen und Büschen bewachsenen Hügel auf. Unter ihm erklingt das Surren von Schiffsmotoren und der Lärm von Kränen und vollbeladenen Containerzügen, die sich auf einem der vielen Schienenstränge in Bewegung setzen. Könnte Aljoscha seinen Kopf von hier aus nach Süden drehen, so breitete sich Murmansk vor ihm aus.

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Kolahalbinsel

Manche sagen, hier finde man die letzte wahre Wildnis Europas. Für andere ist sie vom jahrzehntelangen, exzessiven Bergbau schwer gezeichnetes Hinterland. Einige finden hier heilige Stätten und mystische Landstriche. Die Kolahalbinsel präsentiert sich uns beim ersten Kennenlernen vor allem als ein Stück unberührte Natur. Jenseits der wenigen Straßen und Pisten liegen viele tausend Quadratkilometer, auf die möglicherweise noch nie ein Mensch seinen Fuß gesetzt hat. Manche Dörfchen, besonders an der Nord- und Ostküste, sind nur vom Wasser aus erreichbar.

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Der Archipel Solowetzki

Nervös hüpft die Kamera auf und ab. Bei jedem Stein, jeder Wurzel, überhaupt jeder kleinen Unebenheit droht sie aus dem kleinen Korb vorne am Lenker zu springen.

Wir haben uns am Morgen zwei Räder geliehen, keine "Speedbikes", wie uns die nette Dame mitteilt. Und wir sind froh drum, sind diese einfachen Eingangräder mit Rücktrittbremse doch irgendwie das Pendant zu unserem Dicken, gemütlich, langsam, bequem. Wir haben seit dem ersten Meter Spaß und legen die paar Kilometer durch den Wald, wo wir die letzte Nacht in einem Feriencamp verbracht haben und für die wir am Abend zuvor eine gefühlte Ewigkeit bepackt mit unseren Rucksäcken und Stativ benötigt haben, innerhalb kürzester Zeit zurück. Bald schon stehen wir an einem kleinen See, in dem sich die Ostseite der Klosteranlage von Solowetzki spiegelt.

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